Verhinderungspflege

Ein wichtiger Baustein in der Pflege und Betreuung von Angehörigen ist die Beachtung der eigenen Leistungsreserven. Studien belegen, dass Angehörige, die in dauerhafter Sorgeverpflichtung stehen, ein hohes soziales und gesundheitliches Risiko haben (Simoes, 2014; Simoes, Ueding, Graf, u.a. 2016).

Das Sozialgesetzbuch XI (Pflegeversicherung) bietet für Pflegebedürftige aller Pflegegrade die Möglichkeit, spezielle Leistungen für die Verhinderungspflege in Anspruch zu nehmen. Sie können die Verhinderungspflege als Ersatz für den aktuen Ausfall von pflegenden Angehörigen nutzen, oder die Verhinderungspflege als regelmäßige Leistung in den Versorgungsplan einbauen. So verhindern Sie möglicherweise eine Überforderung und bewahren die Lebensqualität der sorgenden Angehörigen.

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Literatur

Simoes, E. (2014): Versorgungsforschung. Gesundheit von Frauen in Sorgeverpflichtung. Geburtshilfe Frauenheilk, 74 (1), S. 28-32.

Simoes, E, Ueding, E., Graf, J, u.a. (2016): Schlussbericht "Pflege und Pflegebedürftigkeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – Wo tickt die Uhr?" Eine grenzüberschreitende
Studie im Rahmen der Zusammenarbeit Deutschland-Schweiz im Gesundheitswesen. Universität Tübingen.

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